GROßRAUM-WINDKANAL DESSAU
von Christoph M Frisch, 2011

In den Dessauer Junkers Werken fand in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Produktion innovativer Warmwassertechnik sowie der Flugzeugproduktion statt. Von Interesse ist, dass Junkers wie kein anderer Industriekonzern in Deutschland eine rege Zusammenarbeit mit Intellektuellen und Künstlern forcierte. Letzteres wurde sicherlich vereinfacht durch das in Dessau ansässige Bauhaus.
Deren Vertreter, der Städteplaner Ludwig Hilbersheimer und der Architekt Mies van der Rohe, gestal- teten in unmittelbarer Nähe des Dessauer Flugplatzes eine Siedlung für die Junkers Werke, die in ihrer sozial-kulturellen und städtebaulichen Aufteilung neue Maßstäbe setzte und dem Neuen Bauen inter- national richtungsweisende Impulse gab.
Junkers selbst, der Forschung und Entwicklung immer als eine Einheit begriff, um Qualitätserzeug- nisse produzieren zu können, versammelte dazu ein große Anzahl von hervorragend ausgebildeten Mit- arbeitern und innovative Ingenieure vor Ort, die zum Teil in dieser Siedlung wohnten.

Der Junkers Windkanal ist einer der frühesten bekannten Schalenbetonbauten und der erste Großraum- Windkanal der Welt der zum Testen von Flugmodellen diente. Die restaurierten Überreste des Windkanals finden sich in der Kühnauer Straße in Dessau.

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Fotos und Elektronische Bildbearbeitung zu diesem Artikel: Christoph M Frisch © 2011
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